In Zeiten von Wirtschaftskrise und Depression bekommen vor allem Autohändler zu spüren, dass Kunden und Verbraucher gezwungen sind Preise zu vergleichen. Auch im ansonsten eher als stabil bewerteten Segment der Oberklasse- und Luxusfahrzeuge sind teilweise dramatische Einbrüche der Absatzzahlen an Neuwagen zu verzeichnen.
Vor allem Jahreswagen der Premiumhersteller sind gefragt wie nie zuvor. Ob sich der Preisnachlass im Vergleich zum Neuwagen tatsächlich lohnt, ist dabei von mehreren Faktoren abhängig. Gerade Geländewagen und SUV´s scheint hier eine Sonderrolle zuzukommen.
Entgegen der weitläufig verbreiteten Meinung, Geländewagen würden übermäßigen Wertverlust erleiden, zeigt sich anhand einer aktuell veröffentlichten Studie des seriösen Bewertungs-Urgesteins Schwacke, dass gerade diese Fahrzeugmodelle die Wertstabilsten am deutschen Automarkt sind. Vor allem Fahrzeuge deutscher Premiumhersteller lassen sich nach wenigen Jahren für gutes Geld wiederverkaufen.
Bei der Abwägung, einen Jahreswagen dem Neuwagen vorzuziehen, sollte daher der vergleichsweise geringe Preisunterschied zwischen gebrauchtem und fabrikneuem Modell Berücksichtigung finden.
Für die Anschaffung eines Neuwagens dieser Fahrzeugklasse spricht zudem Möglichkeit, den Wagen frei nach ihren Vorstellungen konfigurieren zu können. Sollten sie ihr altes Auto abgeben wollen, wird ihnen ihr Händler beim Neuwagenkauf sicher mit einem akzeptablen Ankaufspreis entgegenkommen.
Autohändler sind auf Abschlüsse angewiesen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten befinden sie sich in einer exzellenten Verhandlungsposition und können damit unter Umständen hohe Preisnachlässe beim Neuwagenkauf aushandeln.
Soll das Fahrzeug in wenigen Jahren wieder verkauft werden, kann vom Kauf des Jahreswagens abgeraten werden. Die Höhe des zu erzielenden Verkaufserlöses ist nicht unwesentlich von der Anzahl der Vorbesitzer des Wagens abhängig. Der beim Ankauf erzielte Preisvorteil gegenüber dem Neuwagen ist hier schnell verspielt.

