Antriebstechnik und Energieeffizienz

Energieeffizienz scheint seit ein paar Jahren in vielen verschiedenen Bereichen das Wort der Stunde zu sein. Spätestens seit Beginn der Energiewende legt man zumindest in Deutschland einen großen Wert darauf, dass alles energiesparend und energieeffizient zugeht. Auch in der Automobilindustrie hat man sich den sparsamen Verbrauch und die Energieeffizienz auf die Fahne geschrieben. Alternative Antriebe sind in aller Munde und obwohl sich in Deutschland Elektro- und Hybridautos noch nicht sehr gut verkaufen, so werden diese Themen doch im Bereich der Antriebstechnik in den kommenden Jahren eine immer größere Rolle übernehmen (http://de.wikipedia.org/wiki/Alternative_Antriebstechnik). Zubehör wie Motorschutzschalter und andere Komponenten in der Antriebstechnik werden dann wahrscheinlich immer öfter gebraucht und produziert werden müssen.

antriebstechnik

Doch wenn sich die alternativen Antriebe, allen voran die Elektroautos, tatsächlich in Deutschland durchsetzen sollen, dann muss nicht nur in der Antriebstechnik noch einiges geschehen, sondern auch im Bereich der Energiespeicher. Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung arbeitet das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) im Rahmen des Begleitforschungsprojekts „Energiespeicher-Monitoring für die Elektromobilität“ (EMOTOR) an einem Konzept, wie man den deutschen Wirtschaftsstandort zum Leitanbieter im Bereich der Energiespeichertechnologien machen kann. Besonders Plug-In Hybridfahrzeuge und Autos, die rein batterieelektrisch betrieben werden können, stehen im Zentrum der Entwicklung.

Letzten Monat fand in Berlin die Internationale Konferenz Elektromobilität statt (http://www.konferenz-elektromobilitaet.de/). Die Bundesregierung nahm diese Veranstaltung zum Anlass, um ihr Ziel erneut zu bekräftigen, bis spätestens zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf die Straßen Deutschlands zu bringen. Deutschland soll nicht nur die Anzahl seiner Elektroautos massiv erhöhen, sondern möglichst auch zum Leitmarkt und Leitanbieter im Bereich der Elektromobilität werden. Die Energiespeichertechnologien spielen hier eine wichtige Rolle. Entsprechende Förderprogramme für die Forschung und Entwicklung in diesem Bereich wurden von der Bundesregierung bereits zugesagt. Momentan wird im Rahmen des Projekts EMOTOR eine Innovationssystemanalyse durchgeführt. Hierbei wird geprüft, wie sich Länder wie Japan, Südkorea, China, die USA, Frankreich oder Deutschland in Bezug auf Batterietechnologien und Trends voneinander unterscheiden und an welchem Punkt in den einzelnen Fällen die Politik einsetzt. Der Fokus liegt außerdem auf den Bereichen Industrie, Forschung, Wettbewerb und Nachfrage.

Bisher ist bei der Analyse unter anderem herausgekommen, dass in Deutschland die Chancen im internationalen Vergleich besonders auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung von Lithium-Ionen Batterien-Zellen der dritten und vierten Generation sehr hoch liegen. Man könnte sich hier zum Beispiel auf die Hochvolt-Entwicklung dieser Batterien konzentrieren und auf neue Konzepte wie Lithium-Schwefel- und Lithium-Luft-Batterien. Die Stärken Deutschlands liegen laut Analyse darin, sich auf die Weiterentwicklung der Kapazität, Lebensdauer und Zuverlässigkeit von Batterien zu konzentrieren. Schon heute liegt die Bundesrepublik in diesen Bereichen sehr weit vorne. Der Rückstand auf asiatische Länder könnte eingeholt werden, indem Deutschland auf seine Kompetenz in der Systemintegration der aktuellen Batterietechnologien setzt und diese in der Automobilindustrie, beispielsweise in den Bereichen Anlagen- und Maschinenbau, Chemie oder Elektro- und Verfahrenstechnik, ausbaut. Leitanbieter im Bereich der Zellproduktion von Batterien wird Deutschland wahrscheinlich in den kommenden sieben Jahren nicht werden. Stattdessen stehen die Chancen besser, beim Bau von Batteriesystemen in den nächsten Jahren tatsächlich zum Leitanbieter zu werden.




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