Mercedes E-Klasse in Bedrängnis – Innovationen in Arbeit

Vor einigen Jahren boomte für Mercedes das Geschäft mit den Oberklasse-Wägen. Heute geraten Nachfolger der E-Klasse in Bedrängnis. Schließlich sind die kleineren Modelle, wie C-Klasse oder auch Konkurrenzfahrzeuge, wie der 3er BMW, mit ähnlicher Technik ausgestattet und zu geringeren Preisen erhältlich. Mit der E-Klasse wurde früher viel Geld verdient, das wiederum zur Entwicklung der C-Klasse verwendet wurde. Heute sieht die Lage anders aus. A-, B- und C-Klassen müssen für Umsatz sorgen, um die kostspielige Entwicklung der S-Klasse zu finanzieren. Die E-Klasse kämpft derweilen um Kunden. Innovative Argumente sollen 2016 überzeugen.

E-Klasse – beliebter Gebrauchtwagen
Ein interessanter Indikator für die Zuverlässigkeit der E-Klasse stellen Taxiunternehmen dar. Schließlich wird das Fahrzeug aufgrund seiner Zuverlässigkeit häufig als Taxi eingesetzt. Im „TÜV Report 2013“ wurde allerdings darauf hingewiesen, dass nur die seit 2009 gefertigte Baureihe W212, die auch vom ADAC gelobt wird, mit wirklich guten Werten überzeugen kann. Das Fahrzeug ist als Kombi, Cabriolet, Limousine und Coupé erhältlich und konkurriert auf dem Markt mit dem 5er BMW und dem Audi A6. Aufgrund der positiven Eigenschaften ist die E-Klasse ein sehr beliebtes Gebrauchtfahrzeug. Das zeigt auch die Masse an Gebrauchten im Online-Fahrzeugmarkt. Eine Übersicht der E-Klasse Varianten und dazugehörige Fahrzeugdaten können Interessierte bei mobile.de ansehen.

Zukunft der E-Klasse sind Vierzylinder-Modelle
Wie auch andere Fahrzeugbauer hat Mercedes mit einer rückläufigen Nachfrage für große Motoren zu kämpfen. Beispielsweise liegt der geschätzte Anteil von V8 beim W 213, wie die E-Klasse intern bezeichnet wird, bei unter zwei Prozent. Und beim Sechszylinder liegt der Anteil auch nur bei 12,5 Prozent, weil eine Zwangskoppelung der Dreiliter-Aggregate mit Hybrid-Bausteinen vorliegt. In Zukunft dürften Vierzylinder im Modellmix den Ton angeben. Benziner werden vorerst vom Vorgängermodell übernommen. Kompakter, sparsamer, sauberer, neu und leichter sind die Diesel der Baureihe OM 654. Mindestens fünf Karosserievarianten sind auf W 213-Basis geplant. Nämlich CLS, Cabrio, Coupé, Limousine und Kombi. Für den Van „SportCruiser“ und den Nachfolger des CLS Shooting Brake liegt bisher noch kein Beschluss vor.

V6 hat ausgedient – neue Technik bei E-Klasse

Zwar bestehen bei Mercedes im Moment drei verschiedene Zylinderabstände, doch ab 2016 soll es zur Vereinheitlichung kommen. Statt 90, 94 und 106 Millimetern wird es nur noch 90 Millimeter, knapp 0,5 Liter Zylinderinhalt und 60 Prozent Gleichteile zwischen Diesel und Benziner und Vier- und Sechszylinder geben. Das Ergebnis der Vereinheitlichung ist eine um 35 Prozent günstigere Fertigung. Dafür müsse allerdings eine Ablösung des V6 von einem besonders laufruhigen und neu konstruierten Reihensechszylinder folgen. Zwei davon sind genau genommen notwendig: Jeweils ein Diesel (OM 656, 2,9 l Hubraum) und Benziner. Das Besondere am Benziner (M 256, 3,0 l Hubraum) wird sein, das er mit doppelter Nockenwellenverstellung „Camtronic“, elektrisch angetriebener Wasserpumpe und einem Lader mit variabler Schaufelgeometrie ausgestattet wird. Zudem werden innermotorische Maßnahmen zur Erfüllung von EU 6 getroffen.

2016 – E-Klasse mit CO2-Klimaanlage
Als markantes Verkaufsargument soll unter anderem die nagelneue, besonders umweltfreundliche und sichere Klimaanlage überzeugen, die mit CO2 als Kältemittel betrieben wird. Bei der neuen E-Klasse, die 2016 kommen soll, verzichtet Mercedes damit bewusst auf das Kältemittel R1234yf und baut die innovative CO2-Klimaanlage ein. Da ab 2017 in Europa keine klimaschädlichen Kältemittel in Neuwagen genutzt werden dürfen, macht die Entwicklung mehr als Sinn. Seit es bei Versuchen von Daimler mit dem Kältemittel R1234yf zu Entzündungen kam, lehnt das Unternehmen die Verwendung ab.

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