Geschichte der Entwicklung der Mazda Wankelmotoren: Warum 40 Jahre solche Technik?

Der eigentliche Erfinder des Wankelmotors ist Felix Wankel. Der Maschinenbauingenieur störte sich im Jahre 1924 so sehr am „schütteln und rütteln“ eines Kolbenmotors, dass er sich intensive Gedanken über einen Motor machte, welcher bei weitem vibrationsarmer sein soll. Diesen Wunsch und seinen Erfindungsreichtum trieb ihn so sehr an, dass im Jahr 1960 das erste Auto mit einem Wankelmotor angetrieben wird. Der Name des Fahrzeugs: NSU Prinz III. Ein kleines, leichtes, erschwingliches Fahrzeug, das eben so elegant und gut fährt wie ein ganz Großer und zur damaligen Zeit, bemerkenswert sportlich.

Wesentlicher Unterschied eines Wankelmotors bzw. eines Rotationskolbenmotors: Bei einem Wankelmotor wird die Verbrennungsenergie ohne den Umweg einer Hubbewegung direkt in Energie umgesetzt. Durch die fehlenden Hubbewegungen läuft der Motor vibrationsärmer, angenehmer und ruhiger und hört sich ein wenig nach surrender Turbine an. Außerdem ist ein Wankelmotor wesentlich kompakter und leichter. Diese Kombination war für die späteren Modelle von Mazda ausschlaggebend. Die optimalen Gewichtsverteilung, der leichte Motor und die drehfreudige, turbinenartige Leistungsentfaltung wurde somit zur einzigartigen Sportlichkeit, Agilität aller Mazda-Modelle. Sogar bis zum RX8 der von Anfang 2011 bis im Sommer 2012 produziert wurde. Warum Mazda ca. 40 Jahre an dieser Motorentechnik festgehalten hat?

Hier kommen mehrere Gründe zusammen. Zum einen weil ein Wankelmotor durch niedrigen Hubraum überzeugt, aber trotzdem „sportlich“ ist. Das sorgt für einen gewissen wirtschaftlichen Vorteil. Die Mazda Modelle mit verhältnismäßig hohen PS-Zahlen waren bei weitem günstiger im eigentlich umweltbewussten Japan. Und zum anderen ist die Fahrleistung, die Verteilung von Gewicht und Leistung bis heute einzigartig.

Sämtliche Fahrzeuge von Mazda mit Wankelmotor kann man im Detail hier finden. Für sportliche Fahrer sind 2 Modelle bis heute durchaus spannend. Der RX7 aus dem Jahr 1991 ist der erste Sportwagen, an den sich viele aus unserem Alter erinnern. Nicht zuletzt weil er bis heute ein beliebtes Drift-Fahrzeug ist. Aber dieses Fahrzeug überzeugte bis ins Jahr 2002 mit einem Turbo-Wankelmotor der 280 PS leistete und somit ist der RX-7 bis heute ein sehr schneller Sportwagen mit unglaublicher Straßenlage und Leistungsentfaltung.

Ebenfalls spannend und ein wichtiges Modell in der Mazda-Wankelmotor-Historie ist der Mazda RX-8. Dessen Produktion wurde im Juni 2012 eingestellt. Dieses Modell ist eines der letzten Modelle mit Wankelmotor, da in der heutigen Zeit im Vergleich der Benzinverbrauch höher ist als bei herkömmlichen modernen Hubkolben-Motoren. Trotzdem ist der Mazda RX-8 technisch und optisch ein einzigartiges Auto. Das erste was optisch auffällt ist, dass der Mazda RX-8 keine B-Säule besitzt, sondern nach hinten angeschlagene Fond-Türen, sogenannte Freestyle-Doors. Diese lassen sich nur öffnen wenn die vordern Türen ebenfalls geöffnet sind. Dies, die futuristische Gesamtanmutung und der Wankelmotor unterscheiden den RX-8 noch heute von den üblichen Sportcoupes. Der Wankelmotor verfügt übrigens über 2 Leistungsstufen. Leistungsstufe 1 sind 192 PS und 220 Nm, Leistungsstufe 2 sind 231 PS bei 211 Nm. Beide Leistungsvarianten überzeugen mit außergewöhnlicher nicht-vergleichbarer Leistungsentfaltung.

Seit Produktionsende findet man im Mazda RX-8 einen sehr stillvollen, zuverlässigen und coolen Gebrauchtwagen für vernünftiges Geld. Bereits für 10.000 Euro kann man einen exzellenten RX-8 gebraucht kaufen und bekommt dafür unter 80.000 km Laufleistung und 231 PS, die zudem noch sehr einzigartig ausschauen.

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