Leichtlaufmotoröle verlängern Wechselintervalle

574185_web_R_by_www.Rudis-Fotoseite.de_pixelio.deÖl schmiert den Automotor, kühlt und transportiert Partikel vom Motor zum Ölfilter. Nach einiger Zeit verschmutzt das Motoröl und kann im Laufe der Zeit seine Aufgaben nicht mehr erfüllen – Zeit für einen Ölwechsel! Die Autohersteller geben Wechselintervalle von 15.000 bis 30.000 Kilometer an. Muss dies wirklich so oft sein?

BUND warnt vor zu häufigem Ölwechsel

Alljährlich werden deutschlandweit knapp 45 Millionen Ölwechsel durchgeführt. Dies bedeutet alleine im Pkw-Bereich einen Verbrauch von jährlich rund 200 Millionen Liter Motoröl. Angesichts der langsam zu Neige gehenden Ölvorräte sowie der steigenden Preise fragen sich immer mehr Verbraucher, ob der Wechsel wirklich so oft notwendig ist. Schließlich ist dies ein enormer Ressourcenverbrauch!

Aktuell empfehlen die Automobilhersteller einen Ölwechsel durchschnittlich alle 15.000 bis 30.000 Kilometer Laufleistung. Doch der BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland) weist darauf hin, dass moderne Leichtlaufmotoröle, die sogenannten synthetischen Longlifeöle, je nach Nutzungsart durchaus eine deutlich höhere Lebenserwartung haben. Bis zu 100.000 Kilometer kann mit ihnen gefahren werden, ohne den Motor zu schädigen.

Dies entlastet die Umwelt sowie das Portemonnaie. Darüber hinaus können Synthetiköle auch noch den Spritverbrauch senken. Leichtlauföle beseitigen Ablagerungen in den Motoren mithilfe von speziellen Lösungsmitteln. Besondere Schmierstoffe sorgen gleichzeitig für geringere Reibungswerte. Dadurch können so gut wie keine neuen Ablagerungen entstehen und ein Ölwechsel ist seltener erforderlich.

Neuer Filter statt Ölwechsel

Ökologisch sinnvoller als ein Ölwechsel ist eine Öl-Instandhaltung. Herkömmliche Vollstromfilter sind mit dieser Aufgabe jedoch überfordert. Damit der Motor ausreichend geschützt ist, müssen durch den Filter alle flüssigen Verunreinigungen bis zu einer Partikelgröße von 15 Mikron entfernt werden. Andernfalls bündeln sich die verbliebenen Schmutzteilchen und setzen sich im Motorraum als Schicht ab.

Forschungen ergaben, dass etwas 60 Prozent des Motorverschleißes durch Schmutzpartikel verursacht werden, die zwischen 5 und 20 Mikron groß sind. Gängige Vollstromfilter beseitigen aber nur Partikel von 15 bis 40 Mikron. Neue Ölfiltersysteme beseitigen Partikel bereits ab einer Größe von 0,5 Mikron.
Möglich wird dies durch ein Teilstromsystem im sogenannten Bypass-Prinzip. Dieser Filter läuft neben dem Vollstromölfilter und beeinträchtigt nicht die Motorarbeit. Bypass-Systeme befreien das Öl von Schmutzpartikeln und sorgen somit für einen langsameren Abbau der enthaltenen Zusatzstoffe. Verbrauchte Additive können sogar durch diese hoch entwickelten Filtersysteme nachgereichert werden.

Ein Bypass-Filter spart Kosten durch eine Ausdehnung der Wechselintervalle und sorgt ebenfalls für Einsparungen der Wartungs- sowie Entsorgungskosten des Altöls. Dadurch kann die Nachfrage nach Motoröl um rund 90 Prozent gesenkt werden. Gleichzeitig verlängert sich die Haltbarkeit der Vollstromfilter bis zum fünffachen.
Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Durch weniger Ölwechsel sinkt gleichzeitig das Risiko von Öllachen oder einer unsachgemäßen Entsorgung. Innerhalb kurzer Zeit amortisieren sich die höheren Anschaffungskosten für das neuartige Filtersystem.

Fazit: Ein Umstieg auf hochwertige Leichtlauföle schont die Ressourcen und spart gleichzeitig Geld. Synthetiköl kann die Wechselintervalle verlängern, wodurch weniger Werkstattbesuche notwendig sind. Hier können Sie Ihren Ölwechsel in Hamburg erledigen lassen.

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Credits Fotos: Bild 1: www.Rudis-Fotoseite.de – pixelio.de / Bild 2: Tim Reckmann – pixelio.de




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